Osterfest
Ein weiterer Feiertag hat sich still und heimlich im Ausland angeschlichen. Nachdem Weihnachten mich schon überascht hat kam nun Ostern und hat mich unvorbereitet getroffen. Da das Christentum noch nicht allzuweit Einzug in chinesische Haushalte gehalten hat ist im alltäglichen Leben der Pekinger Bevölkerung Ostern méi yŏu (nicht vorhanden).
Eine kleine Recherche ergab, dass die römisch-katholische-Kirche in China sogar offiziell verboten ist. Einzig und allein ist es der Chinesische Katholisch-Patriotische Vereinigung erlaubt, ihren “patriotischen Dienst” zu tun. In gesellschaftlichen Streitfällen hat sich diese verpflichtet nicht etwa die Meinung des Vatikans sondern die der KPD Chinas zu proklamieren - soviel zur Meinungsfreiheit.
Da ist man doch dankbar, dass man in Form eines Osterpäckchens von der lieben Familie aus der Heimat an Ostern erinnert wird. Süßigkeiten , Müsli und Eierfarben - alles drin was das Osterherz begehrt ! So konnte der Tag der Auferstehung gebührend gefeiert werden. Ein spartanisches Frühstück bestehend aus echtem Brot, Schwartau Marmelade, Butter, Gouda und den obligatorischen, gefärbten Ostereier leutete den Tag ein. Gefolgt von Eierausblasen, -färben und Ostergesteck. Zu guter letzt ein üppiges Mahl im Zeichen des Frühling. Wie in guten alten Zeiten. Ach Heimat doch so fern und manchmal doch so nah….




















24. April 2009 um 10:09
Mensch Basti, jetzt lass’ doch mal diese Salatfotos sein, ich werde da neidisch! Oder lad’ mich ein - ich schneide auch Gemüse