Jiankou
Es war mal wieder nötig dem Alltag zu entfliehen - drum machte man sich auf einen weiteren Teil der Mauer zu begehen. Das Stück der Mauer, das das Ziel des Ausfluges werden sollte führte von Jiankou nach Mutianyu. Zu Beginn war man unsicher ob man den Sagenumwobenen Pfad der in Jiankou auf die Mauer führt zu finden. Hatten doch einige Leute zuvor dies vergebens versucht, was in einer schlaflosen Nacht am Hang endete. Doch der freundliche “Feiji Shifu”, der den Wagen fuhr wusste scheinbar wos langging. Letztendlich fanden wir auch den besagten Pfad ( Nach einigen Korrekturen der Bewohnern des Dorfes in dem wir starteten, die uns glücklicherweise nachsahen und riefen). Die Nacht verbrachte man in gewohnter Manier bei Lagerfeuer in einem alten Geschützturm mit Grillwürstchen und einem Kännlein Bier.
Ein kurzer Blick im Morgengrauen aus dem Zelt verriet bereits, das der erhoffte Sonnenaufgang wegen undurchblickbaren Nebelschichten ausfallen sollte. Doch die ausbleibenden Horden an Chinesen ermöglichten es, das man sich nochmal umdrehte um dann ausgeschlafen eine Stunde später gen Mutianyu aufbrach.
Das Mauerstück von Jiankou ist im vergleich zu Simatai, Jinshanling und Mutianyu, das ursprünglichste. Teilweise ist der Weg sehr steil und die nicht befestigten Steinbrocken, durch die Dynamik heraufstapfender Füsse bereichert können schonmal ein gutes Stück herunterpoltern. Die Mauer ist so gut wie das ganze Stück bewachsen. Da die ursprüngliche Mauerkonstruktion aus zwei begrenzenden Mauern und dazwischen aufgeschütteter Erde besteht ist auf dem Weg genug Platz für Pflanzen. Im Frühling durchaus eine schöne Sache - wobei ich mir auch vorstellen kann, dass man im Sommer bei kurzen Hosen und T Shirt seinen Kampf mit dem dichten Gestrüpp führen müsste.
Alles in allem bisher das schönste Stück Mauer, dass ich gesehen habe. Leider war das Wetter etwas diesig, doch man kann ja nicht alles haben.













































