Datong
Kaum 2Wochen Uni und schon galt es die erste freie Woche zu bestreiten.
So ging es mit dem Zug von Peking aus gen Datong - einer “kleinen” Stadt (1,41Mio Einwohner) in der westlicher gelegenen Profinz Shanxi. Abfahrtsort war der Pekinger Westbahnhof - ein riesiges Gebäude mit kleinem Tempelchen und natürlich riesigen Lettern auf dem Dach die besagen : BAHNHOF !
Da es in China in eben jener Reisewoche recht populär ist zu reisen, gestaltete sich die Kartenbeschaffung etwas schwieriger - Lob an meine Reisegefährtin Tina, welche sich von der riesigen Menschenschlange und dem ausschliesslich Chinesisch sprechendne Verkäufer nicht abschrecken ließ und uns zwei feine Hardsleeper Tickets für die 7Stündige fahrt beschaffte. 1000 Dank dafür.
Hardsleeper bedeutet : Kojenartige Unterabteile in den einzelnen Zugabteilen - in solchen Kojen hängen Betten an den Wänden - immer drei übereinander. Beliebt sind natürlich die unteren Betten, da man sich dann nicht über das schmale Leiterchen in sein obenliegendes Schlafgemach zwängen muss - doch treibt sich das übrige Kojengesinde auch mal gerne auf der unteren Ebene herum, dass aus Platz, geschweige denn Schlafen nix wird.
Angekommen im “schönen” Datong, welches auch “Duisburg Chinas” genannt wird, holte uns die Realität in sieben Meilenstiefeln ein. LonelyPlanet ausgepackt - Hotel bestimmt - rein - doch ohne Reisepass mit sammt gelben Zettel wieder raus. Das Problem war, dass unser Reisepass bei der Pekinger Polizei lag, da er benötigt wird um das Visum zu verlängen - an seiner Stelle bekamen wir ominösen gelben Zettel doch kein regeltreuer chinesische Rezeptionist wollte sich mit solchem begnügen. Schock - Angst und die Befürchtung wieder zurückfahren zu müssen, mit sammt unseres Reisegepäcks im Gepäck trotteten wir weiter ins nächste Hotel - und was war da : Zwei kleine kichernde Chinesinnen - mit Hilfe des Tsinghua-Studentenausweises in den Handsome Boy Bann gezogen und ab gings aufs Zimmer (ohne die Mädels) - aber mit Mei You Passport (Habe keinen Passport) !
Das musste gefeiert werden - so machten wir uns auf ins nächste Restaurant: Nach mehreren Versuchen hatte uns die Bedienung dann so weit, dass wir nahmen was sie wollte. Dabei waren ein wahnsinns leckerer Obstsalat mit Mayonaise, ein Quallensalat und zwei riesige Portionen unidentifizierbares fritiertes Fleisch - genau richtig !
Am nächsten Tag - nach einem langen Ausschlafen ging es zu den Yugang-Grotten nahe Datong. Dies sind alte Buddhistische Gedenkstätten welche die Herrschaften ~500 A.D. in den massiven Stein gehauen haben.
Diese abgehakt ging es auf die Suche nach weiteren Sehenswürdigkeiten. Auf endlosen Gleisen entlang - durch Mienenarbeiterviertel - über befahrene Hauptstrassen - durch die bevölkertsten Seitengässchen und Einkaufsstraßen - zurück in unser trautes Hotel - und ab zum leckeren Essen























































